29.06.2018

von akz-o B° RB

Auto-Test

Isuzu D-Max gegen Mercedes X-Klasse

In Sachen Fahrverhalten auf Landstraße und Autobahn hat die X-Klasse deutlich die Nase vorne

Mercedes hat es gewagt und sich auf neues Terrain begeben. Mit der Einführung des ersten Pickup als Premium-Hersteller. Die Modelle in diesem Fahrzeugsegment sprechen klar Kunden fürs Grobe an. Doch wie schlägt sich der Neuling mit dem Stern gegen das Urgestein von Isuzu?

Der D-Max von Isuzu tritt in robuster Optik auf, bei der X-Klasse von Mercedes erkennen wir kleine Details, die den Neuling stylischer wirken lassen als das Urgestein. Dem D-Max hat Isuzu noch einen Chrom-Bügel aufgesetzt, der lässt ihn bulliger und stärker wirken als die zarte, designorientierte X-Klasse.

Den ersten großen Unterschied erkennen wir im Innenraum: Der D-Max präsentiert wertiges aber robustes Hartplastik in Kombination mit Gummi-Fußmatten und Vollledersitzen. Die Mittelkonsole wirkt klar strukturiert, das Infotainment-Programm lässt sich via Touch über das 7-Zoll-Display steuern. Die X-Klasse hingegen präsentiert sich mit einem edlen Kern aus hochwertigen Materialien wie Leder und gebürstetem Aluminium.

Widmen wir uns nun dem Fahrverhalten der beiden Pickups. Im Gelände sind beide souverän unterwegs und meistern Steigung und Schräglage gekonnt. Erste Unterschiede erkennen wir erst beim Fahrverhalten auf Landstraße und Autobahn. Das 6-Gang-Automatikgetriebe des Isuzu Pick-up schaltet spät und leicht holprig, Unebenheiten in der Straße werden ungefiltert an den Fahrer weitergegeben, die Federung ist sehr weich. Die Lenkung ist verzögert und nicht gerade direkt. Ganz klares Markenzeichen des D-Max: Robust.

Die Mercedes X-Klasse tritt hingegen vergleichsweise sehr zart auf und bringt eher Pkw-typische Eigenschaften mit. Die 7-Gang-Automatik schaltet sanft, der Reihen-Vierzylinder-Motor bringt das schwere Gefährt mit seinen 190 PS zügig nach vorne. Die Lenkung ist sehr direkt. Unebenheiten der Straße werden zwar nicht ganz so stark auf den Fahrer übertragen wie im D-Max, aber man spürt auch im Premium-Modell die weiche Federung und den langen Radstand.

Verbrauchstechnisch liegen beide auf gleicher Höhe, die X-Klasse hat ein wenig mehr Durst, was vermutlich den 27 PS mehr Leistung geschuldet ist. Beide ließen sich mit rund 8 Litern auf 100 Kilometern im kombinierten Verkehr fahren.

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