Schloss Sandersdorf

Das heutige Barockschloss geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die im 12. Jahrhundert in Sandersdorf gebaut wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die sie zerstört und im 17. Jahrhundert von Albrecht Ulrich von Muggenthal in der jetzigen, barocken Form wieder aufgebaut.

Im 18. Jahrhundert gehörte das Schloss Thomas des Bassus, einem Mäzen von Johan Simon Mayr, der infolgedessen zeitweise im Schloss wohnte. Im Mai 1787 wurde das Schloss von Beamten durchsucht, da man vermutete, dass hier Treffen der Illuminaten stattfanden. Der Grund: De Bassus war ein hohes Mitglied des 1776 von Adam Weishaupt gegründeten Ordens.


Das Schloss gehört bis heute den Freiherrn de Bassus, die es um 1900 vom Münchner Architekten Gabriel von Seidl teilweise erneuern ließen. Die künstlerischen Highlights des Schlosses sind ein romanischer Tympanon (um 1200) und ein Kruzifix, das vermutlich vom Rokokokünstler Ignaz Günther stammt. Beide Objekte befinden sich in der Kapelle des Schlosses.

Da das Schloss bewohnt ist, kann es nur von außen besichtigt werden.

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